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RGK und Fachwerkhaus von 1990
Verfasser:
Brocko
Zeit: 15.08.2018 16:18:20
0
2669995
Hallo zusammen,

erstmal klasse was hier die letzten 10 Jahre, wie man gerade anlässlich des Geburtstagsthreads erkennt, zusammengetragen wurde. Entsprechend ist man motiviert, das Konzept RGK auch bei der Altbausanierung trotz fix und fertig angelegtem Garten zu realisieren….

Mein „Projekt“ setzt sich aus 3 Teilen zusammen, gestartet wurde das Ganze hier Linkbezeichnung , dort finden sich auch die Fakten zum Haus und die bisher erhobenen Daten.
Insgesamt beeinflussen sich die 3 Teilprojekte gegenseitig, so dass eine vernünftige Reihung erfolgen muss.

Die Kernpunkte in Kürze:

1) Energieerzeuger
Fachwerkhaus von 1990, 26 000 KWh Gas für WW-Bereitung und Heizung im ersten Jahr (offenbar hoher Energieeinsatz für WW-Erzeugung im vorliegenden System), gepl. Personenanzahl: 3-4
Aktuell noch Buderus Loganagas G124 mit 20 kW Leistung + Kaminofen (10 kW) im EG (dessen Nutzung erfolgt eher aus Wohlfühlgründen und als opt. Gestaltungselement, sprich ab und zu werden am Abend ein paar Scheite aufgelegt und keine durchgängige Befeuerung)
Wie aus dem o.g. Thread erkennbar, wurde die Heizlast mit gut 10 kW aus dem Spitzenverbrauch nahe der Norm-AT abgeleitet (wenngleich auch der Aufwand für das WW in der 24 h-Erhebung inkludiert ist).

Entsprechend würde ich bzgl. der WP eine NIBE 1155 -12 vorsehen, die ohne Puffer direkt in den Heizkreis arbeitet. Gerne auch mit passiver Kühlung via entspr. Modul.
Den RGK würde ich auf gut 12 kW auslegen (2x 400 m PE 100 RC 40 DN),

- denn zum einen gibt es das Grundstück her (Zeichnung folgt, Boden Lehm/Schluff gemäß gegrabenem Profil),
- ferner ist noch in Abhängigkeit von der letztendlichen Bewohneranzahl ein Wohnraumausbau von 40 -50 qm (dann nach gültiger ENEV) über der Garage vorgesehen und
- drittens wurde die Norm-AT in der Erhebung ja nur fast erreicht. Wie unter Punkt 3 zu sehen, sollen die bisherigen „Löcher“ die für die starken Zugerscheinungen verantwortlich sind (im o.g. Link geschildert) geschlossen werden.

Fazit:
Variablen, die die Heizlast eher begünstigen (siehe Punkt 3), aber auch erhöhen (Ausbau, bisherige Ableitung der Heizlast unterhalb der Norm AT -12).

Mir ist bewusst, dass dies keine Heizlastberechnung ist, die so belastbar ist, wie diejenigen, die für Neubauten gerechnet werden. Ich hoffe trotzdem, durch den Einsatz der modulierende Pumpe, den nun einmal vorhandenen Variablen (Stichwort Ausbau) ausreichend begegnen zu können.

2) Rohrleitung, Heizkreise und WW-Bereitung
Für den Fall, dass die WP realisiert werden kann, würden wir die Rohrverlegung für Kalt—und Warmwasser gerne in den dann nicht mehr nötigen Gaskessel-Schornstein legen lassen (ich weiß muss, beim Schornsteinfeger angezeigt/genehmigt werden), um kürzere Leitungsstrecken zu realisieren.

Ziel wäre Vermeidung der bisherigen Zirkulation bei Einsatz von z.B. Fristar WP2 in Verbindung mit Ravensberger Solar SPS WT 1.

Aktuell liegt ein von JoRy nicht zu Unrecht bezeichnetes „Hybrid-Zwittersystem“ bei der Heizung vor, sprich FBH und Radiator. Ziel wäre hier die Radiatoren im SZ und Gästezimmer auf Deckenheizung/Kühlung umzustellen. Dann wären alle relevanten Wohnbereiche mit Flächenheizung ausgestattet, Radiatoren im Keller/Abstellraum hatten wir bisher nicht in Betrieb, so dass wir sicher auch im Bedarfsfall mit der FBH-VL- Temp. hinkommen.

3) Dämmung
Im vergangenen Winter wurden deutliche Zuglufterscheinung rund um eine Gaube in einem Bad festgestellt. Das Bad wird umgewandelt in ein Arbeitszimmer. Dabei soll der Aufbau der Gaube und die Dachschrägen geöffnet, neu gedämmt und winddicht gestaltetet werden.
Ferner sollen mittels Thermografie weitere Schwachstellten identifiziert werden, um diese nach und nach abzustellen, bspw. steht noch eine Badrenovierung an (dort würden wir ebenfalls das Unterdach in den Schrägen und Giebelflächen inspizieren und ggf. neu dämmen und winddicht gestalten, Rollladenkästen dämmen, etc.).

Zur eingangs genannten Reihenfolge:
Üblicherweise würde man sicherlich Punkt 3 als erstes fertigstellen, um noch eine bessere Heizlastabschätzung zu bekommen. Punkt 1 und 2 würde man zusammen nach Abschluss Punkt 3 angehen.

Aus organisatorischen Gründen erwäge ich aktuell erstmal nur die zeitnahe Umsetzung des Ringgrabenkollektors ohne Aufstellung der WP, vorbehaltlich der bereits angefragten behördlichen Zustimmung.

Zu den aktuellen Fragen:

1) Was ist gesondert zu beachten, wenn der RGK erstmal nur ohne Anschluss an die WP vorliegt? Hier geht es mir v.a. um die Situation hinter der Wanddurchführung. Gemäß den Vorgaben des gültigen Leitfadens in NDS muss ein Druckwächter installiert werden. Wo erfolgt dies? Wo wird das MAG gesetzt? Reicht als zwischenzeitlicher baulicher Abschluss das Aufsetzen des SBK-Verteilers oder muss noch mehr an Bauteilen installiert werden. Ich hatte schon in Richards Projekt und auch im „Von der Soleleitung bis zur WP-Thread“ gelesen, aber ganz so klar ist mir das nicht in Bezug auf den vorliegenden Fall.

2) Wie bekomme ich in praktikabler Art und Weise ohne WP-Zirkulationspumpe die Durchmischung des Frostschutzmittels mit dem Wasser hin?

3) Ist der Drucktest, wie er bei Richard beschrieben ist, analog dem gemäß Leitfaden geforderten Vorgehen nach der mir unbekannten VDI 4640 Blatt 2 Nr. 4.2.7 ? Vielleicht kennt ja jemand den Wortlaut…

4) Thema Hauseinführung: Der Heizungskeller (in dem die WP dann auch einmal stehen soll) hat einen außenliegenden Kunststoff-Lichtschacht vor dem Kellerfenster. Wie gestaltet man hier die Hauseinführung idealerweise? Temperaturbedingt ist das PE-Rohr ja Schwankungen in Länge und Durchmesser unterworfen. Wie fixiert man hier? Bspw. 4 Kernbohrungen durch Betonwanne oberhalb des Fensters mit 4 Ringraumdichtungen (Bohrungen würden immer noch im Lichtschacht enden) oder sollte man hier das Kellerfenster opfern und dort über Fixierungsmöglichkeiten nachdenken? Sind Probleme bei der Durchführung der PE-Leitungen durch den Kunststoff-Lichtschacht zu erwarten (Abdichtung des Lichtschachts um die PE-Rohre herum notwendig? Hier sind sicher die Praktiker gefragt, die in der Sanierung ähnliches angetroffen haben.

5) Thema Anbindeleitung: Was in kabuflex gelegt werden muss, würde ich dann anhand der noch folgenden Zeichnung abstimmen…

Bis hier viel Text, sorry dafür. Vielleicht hat ja jemand bis hier durchgehalten…ich freue mich in jedem Fall auf Input.

BG, Brocko

Verfasser:
Brocko
Zeit: 17.08.2018 16:16:08
0
2671793
Hier noch ein Bild zur Wanddurchführung



Vielleicht kann man ja das Fenster durch ein geeignetes Plattenmaterial ersetzen, durch welches dann die Durchführung erfolgt und welches gleichzeitig als Fixierung für die PE-Rohre dient...?

VG

Verfasser:
Brocko
Zeit: 28.08.2018 16:41:58
0
2675574
Hallo zusammen,

hier nun die Zeichnung des Verlaufs.

Verlauf


und hier noch ein Profil des Bodenprofils:





Besten Dank für Input!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.08.2018 17:23:46
0
2675591
Hallo,

ich kann das Bodenprofil oder Fenster nicht sehen, aber könnte an
Firefox liegen.

Ich hätte da einen Vorschlag, der das Grundstück mehr freihält und
die "Verwüstungen" weniger verteilt:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=jZXY6DdqyiOvuhV8mh6l
(Der Aushub wird überzeichnet, weil die geraden Stücke zweimal
gerechnet werden. Die liegen aber im selben Graben auf verschiedenen
Höhen Wäre real ca. 33 m3 weniger Aushub)

Zu:

1. Hydraulik ist nicht so meine Welt...
2. Kreise einzelen mit einer (Tauch)-Pumpe in und aus einem
Fass befüllen und dann im Kreis pumpen, bis keine Luft mehr kommt.
3. Kenn ich nicht.
4. Ich würde das mit dem Kellerfenster lassen und zwei Kernbohrungen
in die Kellerwand machen.
5. Okay.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.08.2018 18:35:18
0
2675628
Verfasser:
Brocko
Zeit: 29.08.2018 07:50:46
0
2675756
Hallo Winni,

danke für die Zeichnungen. Die Idee mit dem Doppelstock gerade im nördlichen Bereich zwischen Haus und der Beeteinfassung (graue Mauer) ist sicher zu überlegen, zumal ich hier gerne auf viel "Verwüstung" verzichten würde.

Im Bereich der Slinkys bin ich mir nicht sicher, ob ich den Aushub in deiner Variante B zwischenlagern kann, ohne dass der Bagger behindert würde. Daher hatte ich in der Ursprungsvariante auch im östlichen Bereich "Geraden Kollektor" gewählt, um ausreichend Fläche zu haben. Bei 1,6 m Tiefe und 2 m Breite kommt ja schon einiges zusammen...

Konntest Du die jetzt die Bilder betrachten, sonst muss ich mal versuchen das hier anders darzustellen...

Bei den Soleleitung bin ich noch ein wenig unentschieden. dyarne hatte ja auf die Vorteile der 2x 40 DN Variante im Vergleich zu 4 x 32 DN hingewiesen.

Für die 40er Variante spricht neben dem geringeren "Kabelsalat" im Graben bei mir sicher auch das Thema der einfacheren Wanddurchführung. Allerdings stehe ich dem Schweißen der 2 x 200 m ein wenig skeptisch gegenüber...

VG

Verfasser:
dyarne
Zeit: 29.08.2018 09:04:15
0
2675777
servus Brocko,
Zitat von Brocko Beitrag anzeigen
Für die 40er Variante spricht neben dem geringeren "Kabelsalat" im Graben bei mir sicher auch das Thema der einfacheren Wanddurchführung. Allerdings stehe ich dem Schweißen der 2 x 200 m ein wenig skeptisch gegenüber...
ich würde auch keinem haus-, erst, und einmalbauer empfehlen beim ersten mal schweißen gleich den eigenen kollektor zu nehmen, der dann 100 jahre unberührt funktionieren soll. auch wenn sowohl spiegelschweißen als auch e-muffenschweißen sehr einfach und robust sind.

du wirst doch deine heizung nicht ganz allein aufbauen? ein installateur ist doch unverzichtbar?
warum fragst du den nicht ob er schweißen würde? die machen das ständig...
du wirst ihn ja noch viel öfter brauchen, spülen, pressen, installieren, anschließen, in betrieb nehmen, etc etc etc...

Verfasser:
Brocko
Zeit: 29.08.2018 10:45:22
0
2675828
Servus dyarne,

das Schweißen werde ich einem Experten überlassen.
Die Installation der WP wird jedoch frühestens nächstes Jahr etwas. Den Kollektor würde ich aus organisatorischen Gründen gerne vorziehen. Hier bleibt zu klären, ob ein WP-Installateur jetzt den Kollektor fertigstellt ohne eine WP zu verkaufen...

Für die übrigen Installationen, siehe oben:

2) Rohrleitung, Heizkreise und WW-Bereitung
Für den Fall, dass die WP realisiert werden kann, würden wir die Rohrverlegung für Kalt—und Warmwasser gerne in den dann nicht mehr nötigen Gaskessel-Schornstein legen lassen (ich weiß muss, beim Schornsteinfeger angezeigt/genehmigt werden), um kürzere Leitungsstrecken zu realisieren.


habe ich einen Installateur. Den würde ich zunächst zu der Kollektorinbetriebnahme befragen, bevor ich mich an den WP-Installateur wende. Mir geht es hier nur erstmal darum, ob er die Hauseinführung, Abdrücken und Schweißen kann, sprich Kollektor abnahmefertig erstellen. Daher auch die Fragen 1-5 zu den Details, da ich den Installateur möglichst detailliert briefen möchte...

Falls sich das als gangbarer Weg rausstellt, wäre die abnahmefertige RGK-Erstellung dann ein abgeschlossenes Projekt, in dessen Folge in einem Schritt 2 der WP-Installateur dann irgendwann die WP anbindet und in Betrieb nimmt.

VG, Brocko

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.08.2018 15:57:22
0
2675960
Bilder kann ich nichts von sehen.

Bei der Variante B. (mein zweiter) würde ich erst den Slinky-Graben
zur Grundstücksgrenze links ausheben lassen und die Verbindung unten,
dann Rohr bis dahin verlegen, Slinky-Graben bis ca. zur Hälfte Verbindung
zuschütten und dann den Aushub Rest Slinky-Graben über dem ersten
verlegten Graben lagern.

Grüsse

winni

Verfasser:
Brocko
Zeit: 30.08.2018 07:51:11
0
2676182
Moin Winni,
stimmt das wäre ein Möglichkeit. Wie sieht das aber mit dem Drucktest aus, der sollte ja an sich bei noch offenem Graben erfolgen?

bzgl. Bilder: Gibt es eine Einstellungsmöglichkeit, um die Bilder direkt im Thread darzustellen, teilweise scheint das ja in anderen zu funktionieren...bisher habe ich die Möglichkeit nicht gefunden...browserabhängig?

VG

Verfasser:
Fuggarex
Zeit: 30.08.2018 10:09:00
0
2676233
Eigene Bilder einbinden
Liebe Grüße
fuggarex

Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.08.2018 11:35:40
0
2676262
Den Drucktest kannst Du dann halt nur mit ca. halb offenem Graben
machen. Aber ich halte nicht bei der Verlegung sichtbare Probleme
des 40er Rohrs, mit seiner dickeren Wandstärke, für ziemlich unwahr-
scheinlich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Brocko
Zeit: 28.09.2018 10:11:00
0
2686382
Hallo zusammen,

so, die Genehmigung der Behörde liegt vor. Auch habe ich ein Angebot vorliegen. Habe Nibe direkt kontaktiert, nach Einreichung der bekannten Daten wurde zunächst die 1155-16 angeboten (Heizlast wurde dort auf ca. 17 kW abgeleitet, Berechnungsgrundlage war der bisherige Gasverbrauch (Heizung und W-Wasser von 26 000 kWh/Jahr), wobei bei die 1155-12 bei dämmtechnischer Verbesserung ebenfalls ins Spiel gebracht wurde. Ziel wäre schon eine 12 kW-Variante...werde auch noch andere Angebote einholen.

Als unmittelbar nächster Schritt steht die Isolierung der zugigen Gaube an, da hoffe ich, dass das schon merklich was an Komfort bringt.
Auch habe ich die momentane Warmwasserbereitung während der Abwesenheit im Urlaub nochmal in Augenschein genommen. Zirkulation aus, nur Warmwasserbereitung, keine Wasserabnahme: 11 kWh pro Tag Stilstandverlust des Systems (also Kessel und Brauchwasserspeicher)!
Nach 2 Sommern im Haus lässt sich rechnerisch ableiten, dass ein Problem der bisherigen Anlage wirklich die Brauchwasserbereitung ist: 7000 kWh sind demnach für die Warmwasserbereitung zu veranschlagen, bei offenbar darin enthaltenen 4000 kWh Stillstandverlust gem. o.g. "Urlaubsberechnung". Hier bewirkt moderne Anlagen- und Brauchwasserspeicher-Technik sicher ebenfalls eine Senkung der Heizlast...oder wie ist hier die Meinung?

VG, Brocko

Verfasser:
crink
Zeit: 28.09.2018 12:38:27
0
2686506
Moin brocko,

bei 26.000 bisherigem Gasverbrauch und alter Heizung mit vielleicht 0,85 Jahresnutzungsgrad kamen 22.000 kWh Wärme im Haus an. Davon dann noch 2.000 vermeidbare Bereitstellungsverluste -> 20.000 kWh bzw. 10 kW Heizlast. Auf jeden Fall reicht die -12er WP (die auch noch ein wenig mehr als 12 kW Heizleistung schafft).

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Brocko
Zeit: 28.09.2018 13:45:21
0
2686548
Hallo Crink,

danke Dir für die dargelegte Einschätzung!
Ich werde weiter mit einer modul. 12 KW-WP planen.

BG, Brocko

Verfasser:
Brocko
Zeit: 11.02.2019 15:20:00
0
2750134
Hallo zusammen,
also wir planen nun im Sommer mit einer Umsetzung des RGK, erstmal wohl ohne die WP gleich mit einzubauen, also wie oben unter 1) beschrieben. Jedenfalls kommt die Tage ein Tiefbauer und schaut sich Zuwegung etc. für einen schweren Bagger an.

Gibt es für den Fall "Kollektor ohne gleichzeitige WP-Anbindung" noch etwas gesondert zu beachten?
Stichworte: Spülen, Drucktest, wie verbleibt der Kollektor bis Anschluss an die WP, leer oder befüllt,....?

Der Drucktest wird ja üblicherweise wohl vom WP-Installateur oder der Bohrfirma durchgeführt. Wenn der Installateur jedoch zum gegebenen Zeitpunkt keine WP verkauft, wird der sicher nicht den Stempel unter die Ausführungsdokumentation setzen (offizielle Bestätigung des Tests wird von der Behörde gefordert). Machen das sonst auch andere Dienstleister? Kann man so eine Abpressgarnitur auch leihen? Wenn ja, wo?

Danke für Euer Feedback!

VG, Brocko

Verfasser:
Brocko
Zeit: 01.05.2019 08:50:52
0
2778899
Hallo,

so die Ausführung rückt näher. Baggerunternehmen war da und hat sich die Lage vor Ort angeschaut.

Hier die Planung unter Berücksichtigung der Baggermanöverierung:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=l7pLELNypA8OJGNK9a65

In der Sichtachse vom Haus möglichst wenig Zerstörung, sondern eher im hinteren Teil.

Die Frage ist jetzt, ob die Strecke J+F so ausgeführt werden kann, dass 2,5 m breit ausgebaggert wird, 1,8 m Slinkys an den einen äußeren Rand des 2,5 m Grabens gelegt werden (Teilstück J) und das gerade Teilstück F an den anderen äußeren Rand des Grabens? Stichwort thermischer Kurzschluss.
Die Überlegung hier in den Doppelstock zu gehen (unter Wechsel Kalt-Warm), wird nicht gehen, da ab ca. 1,7 m unter GOK Ton und Steine anfangen. Der Doppelstock in den übrigen geraden Kollektorbereichen werden gehen, da dort die GOK ca. 70 cm höher ist (nördlich bezogen ab Kompass).

Besten Dank für die Einschätzung.

VG, Brocko

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.05.2019 13:35:42
0
2779013
Hallo Brocko,

den thermischen Kurzschluß kann man vernachlässigen.
In einer Erdwärmebohrung laufen Warm und Kalt nur wenige
cm getrennt in voller Länge aneinander vorbei...

Weniger Aushub, mehr Leistung:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=H5wMhpJRo0aDmTBzhRUf

Grüsse

winni

Verfasser:
Brocko
Zeit: 31.05.2019 22:39:41
0
2790856
So es wird ernst:








Frage zu den letzten Metern vor dem Eingang ins Haus. Graben steigend von 2 m auf 1,7 m für das warme Ende im Doppelstöckigen. Würde ich „entziehen“ lassen.
Was ist mit dem Kalten? In Drainagerohr packen, weil im Hausnähe oder egal? Kaltes Ende wird auf 1,6 bis 1,3 unter GOK zur Kernbohrung ansteigen.

Besten Dank und demnächst dann mehr.
VG Brocko

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.06.2019 13:08:53
0
2790937
Hi,

ich würde da einfach Erde darum packen, sonst nichts.
Siehe Erdwärmebohrung.
Der gerade Verlauf entzieht ja realtiv wenig Wärme pro Meter,
daher spielt die Hausnähe keine Rolle.

Grüsse

winni

Verfasser:
Brocko
Zeit: 01.06.2019 18:32:09
0
2790998
Alles klar, danke Dir.
Sind auch 80-90 cm Abstand vom Haus

BG

Verfasser:
Brocko
Zeit: 09.06.2019 14:28:30
0
2793435
Verfasser:
Brocko
Zeit: 09.06.2019 14:39:01
2
2793439
Und hier die Gräben für die Slinkys bzw. im langen Graben Slinky plus warmes Ende...so sieht RGK im blühenden Bestandsgarten aus...Bericht folgt, drückt die Daumen, dass das Wetter so bleibt...:










VG, Brocko

Verfasser:
Brocko
Zeit: 17.06.2019 14:45:22
5
2795663
Hallo an die Runde,

seit einer Woche sind die Slinkys verlegt und mittlerweile wieder sind die Gräben zu.
Wir hatten einen sehr erfahrenen und geschickten Baggerfahrer, so dass der Aushub der breiten Slinkygräben nur ~ 6 h und das Verfüllen ~ 7 h gedauert hat,...23 t Bagger mit GPS-Tracking und Dig-Assist...

Ist ja schon wie häufig thematisiert worden: Aber der Aushub ist echt nicht ohne. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir den Aushub wie geplant auf dem Nachbargrundstück zwischenlagern konnten, da unser Garten ebenfalls voll mit Erdhaufen gelegen hat. Gerade bei Bestandsbauten, die nicht mit den heute im Neubau üblichen 4-6 kW Heizlast hinkommen und entsprechend mehr Erdvolumen für die Heizlast erschließen müssen (weil z.B. wie bei uns signifikante Dämmungen wegen Fassade oder im Denkmalschutzbereich ausfallen), sollte genau überlegt werden, wie oder am Ende auch ob das Vorhaben realisierbar ist. Man wähnt sich vielleicht aufgrund von größerem Platzangebot in größeren Bestandsgärten auf der sicheren Seite, aber man sollte sich genau vorher überlegen, wo welche Erde hinkommt (Humusabzug, Unterboden...)

Ansonsten hatten wir viel Dusel mit Wetter (Grabensohle wird Pudding bei Regen), Boden und Mannschaft. Das 5 Mann Team war top und auch am Anfang nötig, da wir natürlich erstmal ein paar Fehler gemacht haben. Wie auch immer Bund 1 war nach 1,5 h im Boden. Beim 2. waren wir schneller, da wir dann endlich die Verlegehilfe richtig angewandt haben...Verinnerlichung dauerte eben ein bisschen...
Ferner hat uns in die Karten gespielt, dass wir gut 60 m für die gerade Verlegung vom Bund abrollen konnten, bevor der erste Slinky im ersten O/W-Graben zu legen war.








Dann hatte das Team noch ausreichend Kraft den Speicher und die 1155-12 in den Keller zu tragen (auch hier vorher überlegen, wieviel Platz habe ich auf Treppen etc., die 1155-12 wiegt 180 kg, das Kältemodul lässt sich ausbauen, wiegt aber auch 120 kg).

Zwischenfazit: Trotz ein paar unruhigen Nächten wegen Wetter (2m tiefer Doppelstockgraben war 2 Wochen offen) und des verwüsteten Gartens: Es hat Spaß gemacht! Ohne die Hilfe hier im Forum wäre die Umsetzung als solche kaum vorstellbar....daher schon mal ein großes Dankeschön...

Zum Fazit des Projekts dann später, wenn auch alles im Heizungsraum komplett ist...

VG!

Verfasser:
Brocko
Zeit: 19.06.2019 21:00:45
0
2796295
Guten Abend,

So langsam geht es im Keller dem Ende entgegen. Die Pumpe ist einige Tage im BW-Betrieb. Isolation und neue Heizkreisverteiler fehlen noch. Aber hier mal was aus der Kategorie Troubleshooting:

Es zeigt sich folgende Fehlermeldung:



Bisher habe ich das nicht korrigieren können. Hat jemand ne Idee...

vG, Brocko

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